Dienstag, 28. Januar 2014

Odinsblut trifft Trinkgefäß


Der im Mittelalter beliebte Honigwein und das standesgemäße Trinkhorn hierfür aus dem Onlineshop von mittelalterkleidung.de


Das sicherlich beliebteste Getränk auf Mittelaltermärkten ist der Met, Honigwein. Mit Kirschen vergoren oder mit Kirschsaft gemischt wird er häufig auch als Wikingerblut oder Odinsblut bezeichnet. Wird er darüber hinaus mit einer scharfen Gewürzmischung angereichert, gilt er als Drachenblut. Zu jeder Jahreszeit ist er ein Genuss – an warmen Tagen köstlich eisgekühlt, an kalten Tagen schön heiß geschlürft.

Met: Das Geschenk der Götter
Der Met war zwar im Mittelalter neben Bier tatsächlich ein sehr beliebtes Getränk, aber es wurde schon vor Urzeiten erfunden: In der germanischen Mythologie beispielsweise galt der Met als das Geschenk der Götter, das bei kultischen Handlungen eingesetzt wurde. Allerdings ist es sehr viel günstiger Bier oder Wein herzustellen, weshalb beide Getränke ab dem Mittelalter ihren Siegeszug unter den alkoholischen Getränken antraten. Dabei galt Met zu früheren Zeiten nicht nur als Genussmittel oder als Getränk, dass bei religiösen Riten zum Einsatz kam. Damals wurde der Met auch gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt, denn Honig und Met besitzen eine antibakterielle Wirkung, auch gegen Magen- und Darmbeschwerden oder bei Erkältungen werde der Met eingesetzt.   

Das Trinkhorn: So trank man im Mittelalter
Ein solch wohlschmeckendes Getränk wie Met, das einen in längst vergangene Zeit versetzt, wir natürlich auch am besten adäquat genossen: in einem Trinkhorn. Auch dieses ist bereits seit Urzeiten im Einsatz. Im Mittelalter wurden Trinkhörner häufig aufwändig verziert und in Metall gefasst oder mit einem architektonischen Unterbau versehen. Die heutige Mittelalterszene hat sich des Trinkhorns wieder angenommen und so wird es häufig auf Märkten zum Verkauf angeboten. Auch im Mittelaltershop der Mystic Wolves sind derartige Trinkhörner zu finden. Von kleinen Hörnern mit nur 50 ml Fassungsvermögen bis hin zu ganz großen, in die 700 ml passen ist dort eine reichhaltige Auswahl an Trinkhörnern samt verschiedenen, teils kunstvollen Trinkhorn-Halterungen zu erstehen. Zu finden sind diese Hörner hier im Onlineshop der Mystic Wolves:


Auf den Mittelaltermärkten selbst warten die Mystic Wolves mit einer besonderen Attraktion auf. Dort können die Trinkhörner auch nach eigenen Wünschen graviert werden – etwa mit dem eigenen Namen versehen oder aber mit Kosenamen.


 ... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln.



Donnerstag, 16. Januar 2014

Ein neuer Anfang - Mittelaltermärke 2014

Nun ist es bald wieder soweit. In wenigen Wochen beginnt die mittelalterliche Marktsaison 2014. Der Marktstand ist repariert, die Planen noch einmal imprägniert. Kleinere Verschönerungsarbeiten am Stand sind abgeschlossen und die neu gefertigten Waren sind fertig und liegen im Lager.
Kurz gesagt, die Mittelaltersaison kann beginnen.
Grund genug euch nun endlich unsere neuen Markttermine zu zeigen.

So schaut denn nun hier:


                                                 UNSERE MARKTTERMINE







... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln.

Montag, 6. Januar 2014

Viel Glück im kommenden Jahr – und was die Frau Holle damit zu beschicken hat


Jeder kennt es, das Märchen von der Frau Holle, die die Gold-Marie für ihren Fleiss belohnt und die bequeme Pech-Marie für ihre Faulheit bestraft. Das Märchen ist durchaus symbolisch zu sehen und ist wie eine „Lehrgeschichte“ à la: „Wenn Du was tust, dann kriegst Du auch was dafür…“

Doch Frau Holle ist weit mehr als eine Märchenfigur. Sie ist Schutzpatronin der Rauhnächte, der Tage zwischen den Jahren, über die wir im letzten Blogpost geschrieben haben. Genau wie im Märchen auch, mag diese Frau Holle keine Pech-Marien: Wenn jemand faul oder unnütz in den Tag hinein lebt, sie ist sehr streng und achtet darauf, dass jeder seiner Bestimmung gemäß lebt und sich entwickelt. Wer seine Talente nutzt, Haus, Wohnung und Grundstück zum Beginn der Rauhnächte ordentlich gesäubert hat und schlechte Angewohnheiten ablegt, wird belohnt. Wer sich allerdings auf der faulen Haut ausruht, wird bestraft. Und das sollte man tunlichst nicht tun, wenn man das Glück im kommenden Jahr an seiner Seite habe möchte…

Man kann Frau Holle übrigens auch gut für sich stimmen, indem man ihr kleine Geschenke erfüllt und sie mit Aufmerksamkeiten bedenkt, etwa mit Brot, Kuchen, Gebäck und Mohn. Vielleicht erweist sie sich dann im kommenden Jahr gnädig und erfüllt so manchen tief ersehnten Wunsch.

Die ursprüngliche germanische Göttin zur Märchenfigur Frau Holle ist übrigens Holda oder Hel, in der griechischen Mythologie entspricht sie Hekate (der Göttin der Unter- oder Zwischenwelt). Im Alpenraum entspricht Frau Holle, Holda oder Hel auch der Wintergöttin Berchta (Perchta) - davon kommen die Perchtenumzüge in der Schweiz. Sie finden vor allem in der letzten Rauhnacht (vom 5. auf den 6.Januar) statt. Wieder was gelernt.

Wir wünschen Euch gutes „Rausputzen“ in diesen Rauhnächten – und alles Gute für 2014, auf dass das Glück an Eurer Seite seine möge…

 

                                          Mittelaltershop der Mystic Wolves 

 

 

... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Der Zauber der Rauhnächte



Jetzt ist es schon kurz vor knapp: Morgen schon ist Weihnachten, und das Christkind steht vor der Tür… Doch der Mythos um die „heiligen geweihten Nächte“, in denen ein Stern den Weg weist, zu einem Licht, das geboren wurde, beschränkt sich nicht allein auf das Christentum; auch in anderen Glaubensrichtungen wurde diese Zeit „zwischen den Jahren“ als besonders angesehen. Begeben wir uns einmal zurück in die Zeit der Kelten. Für sie war diese Zeit –und zwar die Zeitspanne entweder von der Wintersonnen-Wende bis zum Drei-Königstag am 06. Januar oder aber die Zeit vom 24.12. bis zum Drei-Königstag- die Zeit der „Rauhnächte“. Allein, wenn man sich nach Sonne und Mond richtet sind die zwölf Tage vom 25.12. bis zum 06.01. „übrig“ und außer der Zeit.

Die alten Kelten gingen davon aus, dass man in diesen zwölf Tagen ablesen konnte, wie das kommende Jahr so wird, ob das Wetter schlecht wird, jemand geboren wird, jemand stirbt, ob die Ernte gut wird und so fort. Einige Weise unter Ihnen waren der Ansicht, dass man dies sogar mit Räucherritualen und guten Wünschen beeinflussen könnte.
Mit dem Räuchern seiner Wohnung oder seines Büros kann man böse Geister verscheuchen und sich neue, gute Energien für das neue Jahr wünschen. Am Besten räuchert man mit folgenden Kräutern:
  • Weihrauch
  • Salbei
  • Lorbeer
  • Thymian
  • Wacholder
  • Kampfer
  • Drachenblut

Auch dem Sonnenschein wurde zeichenhafte Bedeutung zugedacht. Sonnenschein an den aufgeführten Tagen bedeutet
  1. Lostag (25. 12.): Es wird ein glückliches, neues Jahr werden
  2. Lostag (26. 12.): Preiserhöhungen stehen an.
  3. Lostag (27. 12.): Streitigkeiten kommen auf.
  4. Lostag (28. 12.): Fieberträume werden Familienmitglieder plagen.
  5. Lostag (29. 12.): Es wird eine gute Obsternte.
  6. Lostag (30. 12.): Auch alle anderen Früchte gedeihen prächtig.
  7. Lostag ( 1. 1.): Die Viehweiden tragen saftige Kräuter.
  8. Lostag ( 2. 1.): Fische und Vögel sind zahlreich.
  9. Lostag ( 3. 1.): Gute Kaufmannsgeschäfte stehen ins Haus.
10. Lostag ( 4. 1.): Unwetter kommen hernieder.
11. Lostag ( 5. 1.): Nebeltage treten vermehrt auf.
12. Lostag ( 6. 1.): Zwist und Hader kommt auf.

Quelle: (diese Übersicht wurde der Website Bauernregeln.net entnommen)

Die Nacht vom 05.01. auf den 06.01 hat noch einmal eine besondere Bedeutung, um Altes loszulassen. Dabei spielt eine gewisse Frau Holle eine Rolle. Das verraten wir aber erst im kommenden Blogartikel Anfang des Jahres…
Jetzt wünschen wir allen Leserinnen und Lesern und Fans ein paar besinnliche und fröhliche heilige und raue Nächte…
Und wer es begehrt, zwischen den Jahren bei sich zu Hause ordentlich durchzuräuchern, der ist herzlich eingeladen in unserem Onlineshop auf dem "Ritualplatz" zu stöbern. 

Da geht’s lang…:



 ... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Die Kirche und die Astrologie gingen Hand in Hand

Interview mit der Astrologin Annegret Becker-Baumann über die Bedeutung der Astrologie in Mittelalter und Renaissance

 Das Mittelalter ist für viele das dunkle, mystische Zeitalter. Die Aufklärung ließ noch mehrere Jahrhunderte auf sich warten; entsprechend schafften sich Esoterik, Christentum und weitere Glaubensrichtungen ihre Räume. Also könnte man mutmaßen, dass die Astrologie im Mittelalter ebenfalls ihre Blütezeit erlebte. Grund genug, für das Blog von mittelalterkleidung.de einmal bei einer Astrologin nachzufragen, ob dem auch tatsächlich der Fall war...
 
Das Mittelalter gilt ja gemeinhin als das mystische Zeitalter. Dann hat im Mittelalter die Astrologie bestimmt eine große Rolle gespielt, oder?
Nein, das stimmt ganz und gar nicht. Im frühen Mittelalter hatte man mit Astrologie so gar nichts am Hut. In Rom wurden in dieser Zeit sogar Astrologen des Landes vertrieben. Der Einfluss der Astrologie begann erst etwa ab 800 n. Chr. zu steigen, als die Araber nach Europa kamen. Wie man ja beispielsweise auch in „Der Medicus“ von Noah Gordon nachlesen kann, kamen aus dem arabischen Raum vielfältige Innovationen – etwa aus der Medizin und brachten auch die beiden Disziplinen Astronomie und Astrologie, die damals noch gut gemeinsam wirken konnten, mit nach Europa. Zu Zeiten des sagenumwobenen Harun ar-Raschid, des Kalifen von Bagdad, der immer wieder in den Geschichten von 1.001 Nacht auftaucht, war Bagdad das Zentrum der Welt.
Ganz langsam hielt die Astrologie Einzug und fand ihren Platz, insbesondere in gebildeten Kreisen. Adel, Klerus und Kirchenvertreter nutzten die Astrologie und fanden nichts Schlimmes daran. Das lässt sich beispielsweise sehr gut daran erkennen, dass einige gotische Kathedralen mit astrologischen Symbolen gestaltet sind – etwa die berühmte Kathedrale Notre Dame de Chartres. Ein Kirchenfenster von Chartres ist mit den Tierkreiszeichen  ausgestattet. Christentum und Astrologie wirkten nebeneinander und aufeinander ein.   
Die Astrologie gewann immer mehr an Bedeutung. Man erstellte Geburtshoroskope berühmter Leute, weil man der Meinung war, das Schicksal eines Landes sei mit dem Horoskop des Machthabers verknüpft. Man betrieb Wetterastrologie, man betrieb Mundanastrologie (= Anm.: Fachbegriff für politische Astrologie).
Aber wie gesagt: Eigentlich war das Mittelalter noch nicht die hohe Zeit der Astrologie…
Wann erlebte die Astrologie denn dann ihre Blütezeit?
Im Zeitalter der Renaissance, das etwa von 1450 bis 1600 reichte. Die Renaissance wird ja mit der Wiedergeburt der Antike verbunden; in genau gleichem, exponentiellem Maße gewann die Astrologie an Bedeutung – in allen Lebensbereichen, bei allen Bevölkerungsschichten. Damals kamen die Almanache, die Jahresprognosen, ganz groß in Mode. Da interessierten natürlich auch die astrologischen Jahresvorschauen. Jeder, der etwas auf sich hielt, hatte damals einen astrologischen Berater. Die Astrologie hielt in alle gesellschaftlichen Bereiche Einzug und fand auch in Kunst und Kultur ihre Adaption: So kreierte Albrecht Dürer damals sein berühmtes Porträt des Astrologen.
Astrologie wurde auch zu einer anerkannten wissenschaftlichen Disziplin, die an verschiedenen Unis selbstverständlich neben Jurisprudenz, Latein und Griechisch gelehrt wurde. Sogar im Vatikan gab es um 1517, als Papst Leo X. der Heilige Vater war, eine astrologische Fakultät. Rathäuser, Klöster und weitere Bauten mit astrologischen Symbolen sind Zeitzeugen, wie selbstverständlich Astrologie geworden war. Das zeigt sich auch daran, dass die Astrologie für politische Zwecke ge- und missbraucht wurde. Über Martin Luther etwa kursierten mehrere Geburtshoroskope – ein Horoskop sagte aus, er sei ein großer Verbrecher, ein anderes, er sei ein Visionär und Heilsbringer.         
Mit dem Zeitalter der Aufklärung ging der Niedergang der Astrologie einher. Jetzt regierte allein die Ratio, der Verstand. Da hatten Wunder, Mystik, Symbolik und Analogie nichts mehr zu suchen.
Du selbst bist seit vielen Jahren als Astrologin tätig. Was kann uns die Astrologie heute noch geben? Ist das nicht alles Humbug?
Zu heutigen Zeiten gilt nur das etwas, was wir sehen, beweisen und messen können. Wir betrachten Vieles unter messbaren und auch ökonomischen Gesichtspunkten. Die Menschen schauen immer weniger auf die anderen Ebenen. Aber genau das brauchen wir. Menschen brauchen Märchen; Menschen brauchen Mystik; Menschen brauchen Wunder, an die sie glauben können. Und in diesem Feld wirkt die Astrologie. Und wenn wir sie als das annehmen, nicht als absolutes Instrument, sondern als weiches Instrument, das die Potenziale von uns Menschen mit (ihren) unseren Möglichkeiten zeigt, dann hat die Astrologie gemeinsam mit Kunst, Kultur, Philosophie und auch esoterischen Disziplinen ganz viel in der heutigen Welt zu suchen.  
Vielen Dank für das freundliche Gespräch!

Wer nach Lektüre des Interviews die mystischen Rituale des Mittelalters wiederaufleben lassen möchte, der ist herzlich eingeladen, im Mittelaltershop zu stöbern. Auf dem Ritualplatz im Shop – Link siehe hier:

Link zum Ritualplatz in unserem Shop

findet sich allerhand Hexenwerk wie Amulette, Talismane, ein Runenset, ein Räucherschwenker wie auch sämtliches Zubehör zum Räuchern. 
Annegret Becker-Baumann ist seit 20 Jahren als Astrologin tätig, seit knapp zehn Jahren unterhält sie eine eigene Praxis. Sie gilt als eine der führenden Astrologinnen innerhalb des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV), insbesondere auf dem Gebiet der „Geschichte der Astrologie“. Sie bietet eine astrologische Ausbildung an und ist außerdem Mitglied im Prüfungsausschuss des DAV.



 ... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Nur Sex & Drugs & Rock´n´Roll?


Ein fantastisches Interview im Jenseits mit Lucrezia Borgia

Lucrezia Borgia
Sie verfügte über jede Menge Macht und viele schillernde Persönlichkeiten. Und wenn man sich Film-Sequenzen über diese Familie anschaut, dann hat man den Eindruck, dass es dabei hauptsächlich um „Sex & Drugs & Rock´n´Roll“ ging. Um den Sex, die Drogen und den Rock´n´Roll des Mittelalters. Die BORGIA ist neben den Medici eine der Familien des Mittelalters und der Renaissance, die schon zu damaligen Zeiten für jede Menge Gesprächsstoff sorgte und in den vergangenen Jahrhunderten bis in die heutige Zeit zahlreiche Literaten, Historiker und viele weitere kreative Menschen dazu inspiriert hat, nachzuforschen, zu spekulieren, zu fantasieren, Geschichten zu spinnen – zuletzt im Rahmen der international koproduzierten Fernsehserie, deren zweite Staffel kürzlich im ZDF ausgestrahlt wurde. Insbesondere mit Cesare Borgia und Lucrezia Borgia haben sich viele Historiker und Literaten ausgiebig beschäftigt – von Nietzsche bis hin zu Victor Hugo, von Konrad Ferdinand Meyer bis hin zu Oscar Wilde.

Doch entspricht dieses verruchte Bild, das die Nachwelt von den Borgias und insbesondere von jener „Giftmischerin“ Lucrezia malt(e), wirklich dem, wie es sich damals zugetragen hat? Das könnte uns wohl nur eine Person sagen: Lucrezia selbst. Wenn sie denn ehrlich zu uns und sich selbst wäre. Deshalb habe ich mich mal ins Jenseits begeben und Lucrezia herself befragt. Ob sie wirklich ehrlich geantwortet hat, das möge jeder selbst beurteilen. 

Viel Spaß bei diesem Interview!

*************

Jenseits. Ich bin mit Lucrezia Borgia zum Interview verabredet, jener Lucrezia Borgia, die zu einer der schillerndsten Figuren des Mittelalters avancierte. Ich möchte ihr heute mal ein wenig auf den Zahn fühlen und fragen wie es damals wirklich war. Zur Einstimmung schauen wir uns zunächst gemeinsam eine Folge der aktuellen BORGIA-Staffel, die gerade im ZDF läuft, an.

Blog-Redaktion (im folgenden BR genannt): „Liebe Lucrezia Borgia, jetzt haben Sie sich ja ein Bild davon gemacht, wie sie dargestellt werden. War das damals wirklich so?“
Lucrezia: „Ich kann dazu nur sagen: Leider nein. Ich hätte niemals gedacht, dass ich eine derartige Projektionsfläche biete. Ich bin fasziniert und entsetzt zugleich. Und ich muss ehrlich gestehen: Ein wenig mehr Sex und Abenteuer wären mir damals lieber gewesen.“

BR: „Dann stimmen die Gerüchte also nicht, dass sie nicht nur dreimal verheiratet wurden, sondern darüber hinaus zahlreiche Affären hatten?“
Lucrezia: „Leider so ganz und gar nicht. Natürlich gab es da den einen oder anderen hübschen Mann, dem ich gerne näher gekommen wäre. Leider bin ich aber total abgeschirmt worden. Denn die Männer, mit denen ich verheiratet war, waren ja weiß Gott nicht so prickelnd. Mit ihnen wurde ich ja zumeist aus politischem Kalkül vermählt. Das war nicht immer ein reines Zuckerschlecken. Nur mit meinem dritten und letzten Mann Alfonso d´Este habe ich eine gute Basis gefunden. Nicht umsonst war ich mit ihm bis an mein Lebensende verheiratet und habe ihm acht Kinder geboren. Gott hab ihn selig! Ein Glück haben wir uns hier im Jenseits wieder getroffen.“

BR: „Es gibt ja auch Gerüchte, dass sie mit ihrem Bruder Cesare und auch mit ihrem Vater Rodrigo intim geworden wären…“
Lucrezia: „Das verbitte ich mir!!! An diesen Gerüchten ist nichts aber auch gar nichts dran. Sicherlich sind gerade wir drei uns sehr eng verbunden gewesen. Aber daraus inzestiöse Beziehungen abzuleiten, ist völlig abwegig. Diese Geschichten können nur Neider verbreitet haben. Ich danke meinem Vater, dass er sich zu uns bekannt hat, zumal wir ja uneheliche Kinder waren. Damit hat er Größe gezeigt. Das hätte ihn durchaus sein Amt  kosten können…“

Lucrezia mit ihrem Vater Rodrigo


BR: „Andererseits konnte er gerade auch sie quasi „benutzen“. Sie haben es ja bereits angedeutet, dass Ihr Vater sie aus politischen Gründen mit bestimmten Männern verheiratete...“
Lucrezia: „Nun, das war damals eben so üblich. Ich kann daran nichts Schlimmes erkennen. … (sinniert eine Weile)… Wissen Sie: Ich bin sehr froh, dass ich damals gelebt habe und nicht in heutigen Zeiten. Wenn ich sehe, was da heute so auf Erden mit prominenten Menschen veranstaltet wird, dann wird mir ganz anders. Insbesondere diese so genannten Paparazzi sind ja ganz ekelhaft. Was die für Fotos von mir und meinen angeblichen Liebhabern hätten schießen können und diese Fotos hätte die Regenbogenpresse in irgendwelchen Sonderteilen publiziert und es hätte diese Shitstorms auf diesen Sozial-Kanälen gegeben…“

BR: „Sie meinen Facebook und Twitter…?“
Lucrezia: „Ja, genau… Zum Glück musste ich das nicht miterleben. Heute gibt es Boris Becker und seine Babs und seine Silly Lilly. Die mögen das offenbar gern, irgendwelchen Blödsinn zu verbreiten…“

BR: „Mal wieder zurück zu Ihnen und Ihrer eigenen Geschichte: Wenn Ihnen die erotische Komponente Ihres Lebens zu dominant dargestellt scheint, welche Aspekte hätten denn Ihrer Ansicht nach mehr hervorgehoben werden sollen?“
Lucrezia: „Ich finde, in diesem Film werde ich viel zu sehr als naives Dummchen, als sexgeiles Weib dargestellt. In der Tat war ich Statthalterin von Pologo. Und ich war Unternehmerin. Ich habe mit viel mehr Weitsicht gehandelt, als es gemeinhin dargestellt wird.  Im Film hätte es zum Beispiel hätte auch gezeigt werden können, dass ich in Norditalien ein Sumpfgebiet trocken legen, darauf später Getreide, Bohnen, Oliven, Flachs und Wein anbauen ließ und damit große Gewinne erwirtschaftete. Ich werde immer nur auf den Sex reduziert, das ist erniedrigend. Kein Wunder, das Ihr heute ein Problem mit der Gleichberechtigung habt. Zumindest bei den Borgias hatte ICH da keine Probleme. Mein Vater überließ schließlich MIR als seinem Lieblingskind von Zeit zu Zeit den Heiligen Stuhl, als es ihn in andere Gefilde zog. Wenn heute ein Buch namens „Die Päpstin“ veröffentlicht wird, von einer Frau, die im 9.Jahrhundert heimlich das höchste kirchliche Amt bekleidete, kann ich darüber nur lachen. Ich war tatsächlich die erste Frau, die dieses Amt innehatte. Und zwar in aller Öffentlichkeit.“

BR: „Liebe Lucrezia, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!“      

Dieser Blogpost ist im Rahmen einer Bloggeraktion zur ZDF-Serie "BORGIA" entstanden. Wir danken für die Kooperation. Gerne wieder!


***************************************************************************

Text dieses Blogposts: Stephanie Ristig-Bresser
Fotos:  ZDF



... und wer möchte, kann auch unseren neuen Onlineshop "Fellmonopol" besuchen. Ein spezieller Shop für Lammfell, Schaffell, medizinische Felle und Rinderfelle. Kurz gesagt, Felle zum Kuscheln. 

Donnerstag, 19. September 2013

Etwas Wärme braucht der Mensch - erlebe den natürlichen Kuscheleffekt

Einige von Euch haben es vielleicht bereits mitbekommen. Zumindest gehen immer mehr Bestellungen bei uns direkt ein: Neben unserem Onlineshop "mittelalterkleidung.de" haben wir vor kurzem einen zweiten Onlineshop ins Leben gerufen, der sich auf Lamm- und Schaffelle sowie Produkte aus Schaffell spezialisiert hat. Auf der Website lammfell-schaffell.de  kann man sich mit kuschlig-warmen Kleidungsstücken und wärmenden Fellen so richtig schön eindecken. Gerade jetzt, wo Herbst und Winter beharrlich an die Tür klopfen, ist ein Besuch in unserem neuen Shop interessant.




 Was gibt es auf „Lammfell-Schaffell.de“ zu sehen und zu kaufen?

Alles, was ein Mensch jeden Alters, der sich Wärme wünscht, begehrt: Hausschuhe, Mützen, Socken und wärmende Einlagen, Handschuhe, Lenkradbezüge, Wärmflaschen, Nierengurte, Fellteppiche, Betteinlagen aus medizinisch gegerbten Lammfellen, Produkte fürs Baby: Kinderwageneinlagen, Lammfelle, Fäustlinge, Babyschuhe, Kuscheltiere, Fellsäcke, Mützen. Kleines Schmankerl: Daneben gibt es auch Rinderfelle und Stierfelle zu erwerben. Das Sortiment wird stetig erweitert. 

 Und was ist das Besondere an den Produkten, die wir dort anbieten?

Darauf könnt Ihr Euch verlassen: In unserem Fellshop werden nur hochwertige Produkte mit Lamm- und Schaffellen ausgesuchter Züchter angeboten – von Heidschnucken aus der Lüneburger Heide, von Merino-Schafen aus Deutschland und Wollschafen aus Neuseeland. Alle Felle sind vollwollig und haben ein seidig glänzendes Wollflies. Die Rohware wird importiert – so sie denn aus Neuseeland kommt – und ausschließlich in Deutschland gegerbt – von Menschen, die das Kürschner Handwerk von der Pike auf gelernt haben. Außerdem unterliegt der Produktionsprozess einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle. Dabei ist es uns wichtig, dass möglichst keine Schadstoffe verwendet werden. Vor allem verzichten die Lieferanten des Fellshops im Gerbungsprozess auf die Beigabe von Chrom. Durch die kurzen Lieferwege aufgrund der Produktion in Deutschland wird außerdem die Umwelt geschont. 

 Einfache Pflege, Eignung für Jung und Alt

Die Lamm- und Schaffelle, die Ihr im Fellshop findet, sind leicht zu pflegen, da sie jeweils von Natur aus schmutzabweisend sind und über extreme Selbstreinigungskräfte verfügen. Sollte diese Selbstreinigung jedoch nicht ausreichen, so sind unsere Felle bei einer Temperatur von 30°C waschbar. 

 Na, neugierig geworden?
 
Dann schaut bei uns im Shop vorbei- unter www.lammfell-schaffell.de
Übrigens haben wir auch eine Facebookseite unter https://www.facebook.com/fellprodukte.net. 
Wir freuen uns über Eure gefällt-mir's!